Männergesangverein "Unitas" Lenne

Geschichte

Der Männergesangverein „Unitas“ Lenne ist nach dem Schützenverein der zweitälteste Verein in Lenne. Er wurde am 24. Januar 1898 gegründet. Im Gründungsjahr sind 61 Männer bei einem Monatsbeitrag von 40 Pfennig in den Verein eingetreten, davon 30 aktiv. Seit dem Jahr 1898 sind alle Protokolle erhalten. Sowohl Vorsitzender als auch Dirigent war bis zu seinem Tod 1926 Ferdinand Grewe.
1914 waren 34 Männer aktive Sänger, danach kamen alle Aktivitäten durch den 1. Weltkrieg zum Erliegen und 1919 ging es dann mit 26 Sängern weiter. Bis 1942 wird dann noch ein Mitgliedsverzeichnis geführt, die letzte Versammlung vor dem Krieg fand jedoch 1940 statt und wurde nur noch von 15 Männern besucht.

1946 beginnt die Nachkriegsgeschichte. Man ist relativ schnell auf einem Niveau von 40 Sängern, was angesichts der vielen gefallenen Sänger erstaunlich ist. Bedenkt man jedoch die Armut und Mühsal des Alltags, so scheint das Singen am Samstagabend eine der wenigen Annehmlichkeiten gewesen zu sein, die diese Zeit zu bieten hatte.

Besondere Erwähnung verdient eine Begebenheit kurz nach dem Krieg. Amerikanische Soldaten hatten die Vereinsfahne mitgenommen und etwas später bei Franz Jostes-Kaiser in Serkenrode liegen gelassen. Vorsitzender Robert Rickert hat die Fahne in Serkenrode abgeholt. Franz Jostes-Kaiser wurde daraufhin Ehrenmitglied des MGV „Unitas“ Lenne. Robert Rickert erhielt im Jahr 1962, als er bereits Ehrenvorsitzender war, das Bundesverdienstkreuz.

Die sich langsam verbessernden Lebensbedingungen lassen auch den MGV „Unitas“ Lenne mehr und mehr gedeihen. Als Übungslokal dient von Beginn an der „Gasthof zum Lennetal“. Nach dem Tod von Wirt Gerhard Schulte kann bei wechselnden Pächtern des Gasthofs noch gute 10 Jahre lang dort geprobt werden. Ab 1980 ist aber ein Proben dort nicht mehr möglich, und der Verein wechselt ins katholische Pfarrheim Lenne. Zu diesem Zeitpunkt hat auch der Probeabend schon auf den Freitag gewechselt.
Stand vor 1980 das Gesangfest des Sängerbundes „Oberer Lennegau“ als wichtigster Auftritt des Jahres im Zentrum, so werden jetzt neue Ziele anvisiert. Zunehmend meldet sich der Verein zu Leistungs- und Bewertungssingen an. Auch auswärtige Berater werden bei Übungsstunden hinzugezogen. Nach vielen Jahren permanenter Verbesserung absolviert man 2000 den Volksliederleistungschor und in 2001 und 2002 die Vorstufen zum Meisterchor.

2005 ist es dann soweit, dass der Verein in Borken/Westmünsterland Meisterchor wird. 2010 wird dieser Erfolg in Neuss wiederholt.
Zum heutigen Tag hat der Verein 30 aktive Sänger. Der Probenabend wurde 1997 auf den Donnerstag gelegt und ist seit dem Jahr 2013 am Dienstag. 2015 soll zum dritten Mal der Titel „Meisterchor“ erworben werden.

Bild 1 (l.o.) | Auftritt in der Lenner Kirche 2012 musikalische Andacht
Bild 2 (l.u.) | Steiermarkfahrt 2005 Rudolf Sternberg wird zum Gamsjäger geschlagen
Bild 3 (r.o.) | Volksliederleistungschor 2007 in Kamen Thematischer Schwerpunkt „Die Rose"

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Generalversammlung findet immer am Jahresanfang statt.

An einem Wochenende im Sommer ist auf Schräers Hof das Sommerfest, samstags mit einem gemütlichen Beisammensein und sonntags mit Kaffee und Kuchen.

Seit 1999 fährt die Mehrzahl der Sänger alle 2 Jahre zu einer Probewoche in die Steiermark. Dort wird auch das eine oder andere Bier oder auch Wein getrunken. Am Volkstrauertag gestaltet der MGV die Messe mit und singt am Ehrenmal noch ein Lied zu Ehren der Verstorbenen und Gefallenen.

Veranstaltungen im Jahr 2014

  • 04.01.2014 Generalversammlung
  • 23.04.2014 Chor-Coaching mit Michael Schmoll
  • 09.05.2014 Bundesgesangfest in Holthausen
  • 04.07.2014 Ständchen Hochzeit Janina und Thomas Voß
  • 09./10.08.14 Sommerfest auf Schräers Hof
  • 14.08.2014 Kohlenmeiler in Oberhundem    
  • 13.09.2014 Freundschaftssingen in Milchenbach
  • 20.09.2014 Freundschaftssingen in Ostentrop
  • 07.11.2014 Freundschaftssingen in Halberbracht
  • 16.11.2014 Volkstrauertag in dem Kirche und am Ehrenmal
  • 29.11.2014 Fahrt nach Braunsrath/Waldfeucht